Barrierefreie App des Bundesverband Kinderhospiz e.V. - Civic Innovation Platform

Barrierefreie App des Bundesverband Kinderhospiz e.V.

Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. möchte gemeinsam mit einer Teilhabe-Expertin und einem IT-Experten eine barrierefreie App entwickeln. Familien mit einem unheilbar kranken Kind, Kinderhospizeinrichtungen und Interessierte sollen mittels der App aktuelle wichtige Inhalte, Informationen und Austauschmöglichkeiten einfach und intuitiv bedienbar finden.

Weswegen seid ihr ein starkes Team?

Unsere Teamarbeit baut darauf auf, dass viele Mitarbeiter*innen des Bundesverbandes Kinderhospiz e.V. (BVKH) Erfahrungen mit dem Thema Behinderung und Barriere haben und das teilweise auch aus erster Hand. Valentin Khan-Blouki, ein Informatik-Masterstudent am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), widmet sich mit Liebe zum Detail der Entwicklung von Funktionen, die eine Überbrückung der Barrieren ermöglichen. Guido Roth vom BVKH unterstützt den Systembetrieb. Durch regelmäßige Feedback-Runden stellen wir sicher, dass die App, die wir entwickeln wollen, auch tatsächlich Menschen hilft.

Eure Idee in drei Sätzen erklärt.

Wir entwickeln eine App-Plattform, um für Familien mit einem unheilbar kranken Kind, Kinderhospizeinrichtungen und Interessierte wichtige Inhalte und Vernetzungsmöglichkeiten bereitzustellen. Die App soll maximal barrierefrei sein, also mit gut designten Features Menschen mit verschiedensten Behinderungen die Nutzung erleichtern. Den Quellcode für diese Features möchten wir dokumentieren und als Open Source Code veröffentlichen, damit andere App-Entwickler*innen ihn leicht wiederverwenden können.

Was macht eure Idee besonders?

Eine Besonderheit ist, dass wir geläufige Features zur Barrierefreiheit (z.B. Vorlesen von Texten) mit dem neuen Entwicklungskit Flutter von Google implementieren. Immer mehr Entwickler*innen benutzen Flutter und unser Open Source Code macht es hoffentlich wesentlich leichter, barrierefreie Apps zu entwickeln. Zudem möchten wir Innovation vorantreiben, indem wir ein KI-Tool zur automatischen Generierung von Gebärdensprachevideos entwickeln, damit diese nicht mit viel Aufwand produziert werden müssen.

Wie geht’s jetzt weiter?

Wir haben mittlerweile (Stand März 2022) einen Prototypen der Mobile App und des Backends entwickelt. Nach einigen letzten Schritten werden wir bald eine erste Version der App für iOS und Android bereitstellen. Danach werden wir die App laufend aktualisieren und mit aufwändigeren Features ausstatten, z. B. der Unterstützung von Gebärdensprachevideos. Zusätzlich veröffentlichen wir laufend Code auf GitHub und erklärende Online-Artikel, um anderen Entwickler*innen die Wiederverwendung zu erleichtern.